Gründungsjahr: schriftliche Aufzeichnungen seit 4.1. 1951
Wahrscheinliche Gründung: 1848
Zahl der Mitglieder: 57 Mitglieder welche insgesamt 102 Urbarialanteile bewirtschaften.
Obmann: Karl Plankovits
Ausschussmitglieder: KR Bauer Ernst, Bader Walter, Bauer Franz, Friedl Ferdinand, Arthofer Anton, Hofer Josef
Gründungsgrund: Vor der Bauernbefreiung 1848 waren die Bevölkerung und die Bauern des Ortes den Gutsherrn verpflichtet, Frondienste zu leisten.
Dafür erhielten sie vom Gutsherrn in erster Linie Schutz vor Feinden, und ausserdem durften sie sich in den Wäldern der Gutsherrn
mit Brennholz versorgen. Da sie aber auch kein Land besitzen durften, erlaubte der Gutsherrn ihnen, ihre Schafe, Ziegen, Kühe und Schweine
auf seinen Hutweiden zu weiden. Im Gegenzug mussten die an den Gutsherrn Naturalien in Form von Fleisch, Milch, Honig, Eiern, Federvieh und Hasen abliefern.
Mit dem Jahr 1848 überlies der Gutsherr, in unserem Fall Fürst Esterhazy. der seinen Sitz in der Burg Landsee hatte, den Bauern die bereit waren zusätzliche Frondienste
mit ihrem Ochsenfuhrwerk an den Gutsherrn zu leisten, einen Teil seinen Waldes und Teile seiner Hutweiden in gemeinschaftlichen Besitz
und Verwaltung, zu deren Nutzung.
Der gemeinschaftliche Besitz von 104 Hektar Wald und 7 Hektar Hutweiden wurden in eine genossenschaftliche Verwaltung und Bewirtschaftung zusammengefasst.
Das Hauptaufgabengebiet ist nach wie vor die Bewirtschaftung des Waldes, unter der Aufsicht eines von der Bezirkshauptmannschaft
zur Verfügung gestellten Forstorganes.
Die Hutweiden sind zwei Bergflächen, welche als Weideflächen natürlich keine Verwendung mehr haben, jedoch einen wertvollen Quarzsand beinhalten.
Der Quarzsand wird seit Jahrzehnten von der Bevölkerung zum Häuserbau verwendet.
Die Kirchenberggrube ist seit 30 Jahren bereits gesperrt. Die Sandgrube in der Ried "Geitze"
ist an die Firma Hüller verpachtet.